Ein Faschingswochenende der anderen Art verbrachten rund 100 Löwenfans in diesem Jahr in Barcelona. Statt Umzug, Sitzung oder Maskenball hieß es: Finale in der Gruppenphase der Champions League, Strand, Tapas und jede Menge Gaudi. Das Ganze bei schönstem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen.

Doch so ganz konnte man sich dem Karneval dann doch nicht entziehen, bereits kurz nach unserer Ankunft am Freitag fand im Stadtzentrum von Barcelona einer der größten Umzüge in ganz Spanien statt und auch im Verlauf des Wochenendes wurde in den einzelnen Stadtteilen auf den Straßen ordentlich gefeiert. Doch das war nur Nebensache, denn schließlich gab es in der katalanischen Metropole einiges mehr zu erkunden, besonders beeindruckend: Die Werke des Architekten Antoni Gaudi wie Sagrada familia, Casa Mila oder Parc Güell.

Am Samstag standen jedoch erst einmal die Löwen im Mittelpunkt: Mit dem Bus ging es in Richtung Spielstätte, dem legendären Palau Blaugrana direkt neben dem Fußballstadion des FC Barcelona. Während die rund 7500 Zuschauer fassende Halle am Abend zuvor beim Basketball nahezu restlos ausverkauft war, blieben beim Handball viele Plätze leer- Die Atmosphäre entsprechend weniger legendär. Unsere zwei strikt bewachten Blöcke direkt unter dem Hallendach boten da jedoch eine Ausnahme und so waren die Anfeuerungsrufe der mitgereisten Löwenfans über das gesamte Spiel hinweg deutlich lauter als die der einheimischen Anhänger. 

Unsere leidenschaftliche Unterstützung auf den Rängen übertrug sich in der ersten Halbzeit allerdings nicht auf die Mannschaft. Die schien sich mit dem bereits erreichten Achtelfinale und dem fünften Tabellenplatz in der Gruppe A zufrieden zu geben- von einem Kampf um den vierten Platz und damit auch um das Heimrecht im Achtelfinal- Rückspiel war in den ersten 30 Minuten wenig zu sehen. Lediglich Mikael Appelgren zeigte bis zum Pausenstand von 12:20 aus unserer Sicht eine starke Leistung, ansonsten war es bis dahin eine Partie zum Abhaken. Doch in der zweiten Hälfte zeigten die Jungs Kampfgeist und hielten das Ergebnis mit 25:30 am Ende noch im Rahmen. 

  

Und da es für Geburtstagskind Bogdan Radivojevic an diesem Nachmittag nicht für ein Geschenk in Form von zwei Punkten gereicht hatte, bekam er zumindest von den Fans ein kleines Präsent und ein Geburtstagsständchen, als wir die Spieler vor der Halle verabschiedeten. Im mittlerweile dunkel gewordenen Barcelona schwirrte unsere Reisegruppe dann aus in verschiedene Tapas- Bars oder genoss den milden Abend im Altstadtviertel. Nach einer ausgiebigen Sightseeing- Tour am Sonntag machten wir uns am Montag auf den Weg nach Hause.

Auch ohne die erhofften Punkte in der Champions League war Barcelona eine Auswärtsfahrt wert und falls unserer Mannschaft der Sprung ins Viertelfinale gelingt, kommen wir am ersten  Mai- Wochenende gerne wieder.

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